Loslassen - Heimat erleben, wellness genießen

Loslassen - Heimat erleben, wellness genießen

Die Zeit am Morgen, kurz nachdem die Sonne aufgegangen ist, mag ich besonders. Die Welt ist noch so wunderbar still, vor allem hier oben über dem Tal des Flusses Nahe. Von meinem Bett aus sehe ich Weinberge und die Dächer von Bad Sobernheim. Raus aus den Federn, die Holztreppen runter und rein in den Bade- anzug. Von meiner urgemütlichen Lodge führt nur ein kurzer sogenannter Bademantelweg zum Spa des Wellnesshotels Bollants. Keine fünf Minuten später steige ich ins Außenschwimmbecken, über dessen Wasserfläche hauchdünne Nebelschwaden ziehen. Eine Gruppe von Gästen in bunten Bademänteln läuft quer durch den weitläufigen Park, vorbei an der mächtigen Linde und verschwindet durch eine unscheinbare Pforte Richtung Flussufer. Kurze Zeit später kommen die Tapferen zurück, sichtbar stolz, beim Bollants typischen Morgenritual dabei gewesen zu sein: einem Heilerdebad im Freien. Unter anderem sitzt man splitterfasernackt in einer mit kaltem Wasser gefüllten Zinkwanne im Freien – eine Hommage an den Sobernheimer Pastor Emanuel Felke. Dessen Philosophie – Licht, Luft, Wasser und Erde, also Behandlungen mit Heilerde, dazu sanfte Bewegung an der frischen Luft, eine leichte, entschlackende Ernährung und viel Wasser von innen und außen – zieht sich noch heute wie ein roter Faden durch das Hotel.


Spa Indise Bollants ArtikelInmitten der natur eine auszeit nehmen

Während sich die Gruppe zur Wassergymnastik in den 34 Grad Celsius warmen Pool auf der Dachterrasse begibt, laufe ich den Weg zu meinem Häuschen im kleinen Bergdorf wieder hinauf. In meiner Abwesenheit wurde der Frühstückstisch in der Lodge gedeckt. Duftende Brötchen, selbstgemachtes Bircher Müsli, frisch gepresster Saft – die Eier für mein Omelett finde ich in der Küche, die Pfanne steht ebenfalls schon auf dem Herd ... So könnte jeder Tag beginnen. Die Sonne hat heute morgen so viel Kraft, dass ich meine Tasse Tee, eingehüllt in warme Decken, windgeschützt auf der kleinen Terrasse vorm Haus trinken kann. Die Heimatlodges sind eine wunderbare Möglichkeit, alle Annehmlichkeiten eines Hotelgastes zu genießen und gleichzeitig inmitten der Natur ganz für sich zu sein. Die rustikalen Holzhäuser erstrecken sich auf zwei Etagen – samt Bad mit freistehender Badewanne und Außendusche, einer kleinen Küche, Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss sowie Schlafzimmer mit Blick in die Weinberge. Ein Ofen sorgt für kuschelige Wärme am Abend. Für Saunagänger gibt es hier oben zudem die Hubertussauna direkt am schon erwähnten Bademantelweg. Namensgeber der urigen Schwitzhütte ist der weiße Hirsch Hubertus, der sich gern vorm Panoramafenster rumtreibt, denn von innen kann man ihn und seinen Freund Hansi durch eine Klappe mit bereitgestellten Pellets füttern. Ich werde nach dem Frühstück wieder runter ins Spa schlendern und eine Vinotherapie-Behandlung buchen. Schließlich liegt das Bollants mitten im Weinanbaugebiet Nahe. Und einen edlen Tropfen aus der Region zu trinken, das gönne ich mir sicher am Abend in meiner heimeligen Lodge. (FH)

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