Hawaii-Konzert bei BollAnts

Mit Lei’ohu Ryder und Maydeen Iao besuchten Botschafter dieser Kultur die Nahe und beschlossen die hawaiianischen Tage ihres Besuchs mit einem Konzert, das mit Gesang, Gitarre und Ukulele zum überwiegenden Teil aus Lei’ohu Ryders eigenen Liedern bestand. Lieder, die in hawaiianischer Tradition dennoch weltoffen den Menschen entgegen kommen. Von ihrem Glück, so nah an einem solchen Fluss wie der Nahe sein zu dürfen, erzählte Lei’ohu Ryder und schien mit den naheländischen Gottheiten vertrauter als die meisten Bewohner ringsum. Vielleicht, so möchte man meinen, entsteht ein Lied davon?

Erinnerungen an Kindheit

Den Göttern, Geistern der Ahnen, der Freundschaft, Liebe und der Natur fühlt sich Lei’ohu Ryders Musik verbunden und erzählt ihre Geschichten. Geschichten, die sich ebenso im Alltag wiederfinden. Da rief ein in der Schweiz geschriebenes Lied Erinnerungen an die hawaiianische Kindheit auf. Erinnerungen an einen Weg mit dem Bruder bei der Suche nach einer Quelle. Mühe und Glück der Kindheit.

Was der Veranstalterin, Nicole Prass-Anton, an der hawaiianischen Musik und dem erzählenden Tanz besonders gut gefällt: dass die Lieder ausschließlich von positiven Lebensereignissen erzählen: Freundschaft, Liebe und Natur. Mit ihrem Versprechen, dass die hawaiianische Lebensart, die positive Gelassenheit der Musikerinnen aufs Publikum übergehen werde, ging Prass-Anton kein besonderes Risiko ein, kennt sie doch die beiden schon seit nun fast vier Jahren. Noch länger hat sich Prass-Anton mit Lomi-Lomi, einem hawaiianischen Massage-Ritual, beschäftigt, das sie schon früh in das Therapie-Angebot des Kurhauses aufgenommen hatte. Ihre Neugierde an ganzheitlich ausgerichteten Behandlungsformen führte sie schließlich 2007 zu weiterer Ausbildung nach Hawaii.

Dafür, dass man bei BollAnts ihre Musik zur Massage spiele, sagte Lei’ohu Ryder einen herzlichen Dank. So nämlich war ihre Musik schon weit früher in Bad Sobernheim angelangt als die Musikerinnen selbst.

Wie sehr sich diese Musik auch für die Massage eigne, konnte das Publikum bestens nachvollziehen. Auf einer Insel wie Maui, von der beide Musikerinnen stammen, wisse man auch im Alltag der Bauern und Fischer um die Bedeutung des Wassers für das Leben. Kein Wunder, wenn das Fließende und zugleich Rhythmische der Musik Wind und Wasser einzufangen scheint. Kein Wunder, wenn die Körper mit einstimmen. Hatte doch der sanft schwingende Rhythmus das Publikum bald ergriffen, und vielleicht hat jemand dazu von Lomi-Lomi geträumt.

Dass aber Lei’ohu Ryder neben der sanften Freundlichkeit auch mit spontanem Witz und Scherz zu spielen vermag, zeigte sich, als sie aus hawaiianischem Stoff eine deutsche Fahne hervorzauberte und die „Landsleute“ begrüßte. Sollte jemand seine Fahne vermissen, scherzte sie, man habe sie sich auf dem Weg zum Konzert im Hause einfach ausgeliehen.

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